Selenskyj: Russland setzte bei nächtlichem Angriff auf historisches Zentrum von Kyjiw drei Raketen mit Streumunition ein

In der Nacht zum 22. Oktober hat Russland Kyjiw mit drei ballistischen Raketen vom Typ „Iskander“ mit Streumunition angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook mit.

„Heute Nacht hat Russland Kyjiw mit drei ballistischen Raketen vom Typ "Iskander" mit Streumunition  angegriffen. Derer Besonderheit besteht darin, dass der Gefechtskopf sich beim Anflug in der Luft öffnet und alles in einem Radius von 400 Metern zerstört“, so Selenskyj,

Eine dieser Raketen habe Petschersk – das historische Zentrum Kyjiws getroffen, den Teil zwischen dem Höhlenkloster und dem Kloster Mariä Opferung. Beschädigt wurden das Klostergebäude, mehrere Wohnhäuser, Geschäfte, Cafés und andere zivile Infrastrukturen.

Dies sei, so Selenskyj, „ein weiterer demonstrativer Angriff“ gewesen mit dem Ziel, die Verluste unter der Zivilbevölkerung zu maximieren. In der Nähe gebe es keine militärischen Objekte.

„Russland hat seine Art der Kriegsführung nicht geändert und unternimmt keine Schritte, die auf ein echtes Bestreben hinweisen könnten, den Krieg zu beenden“, betonte der Präsident.

Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur gehen demnach unvermindert weiter. Seit dem 11. Oktober habe  es mehr als 170 Treffer auf wichtige Energieanlagen gegeben.