Präsidentenberater: Ukraine erhält Geheimdienstinformationen aus den USA, Probleme nur mit Frühwarnung vor russischen Angriffen
Die Ukraine erhalte weiter Geheimdienstinformationen aus den USA, aber es gibt immer noch Probleme mit der Frühwarnung vor russischen Angriffen, sagte ein Präsidentenberater, Serhij „Flash“ Beskrestnow, im einem BBC - Interview .
„Das sieht sehr seltsam aus. Manchmal bekommen wir die Frühwarnung vor dem Angriff, und manchmal nicht. Zum Beispiel letzte Nacht (in der Nacht zum Montag – Anm. d. Red.) haben wir sie bekommen, aber... eine Minute vor dem Angriff“, sagte er.
Bei dem Angriff habe es demnach menschliche Opfer gegeben, weil die Bürger nicht rechtzeitig vorgewarnt werden konnten.
Gleichzeitig betonte Beskestnow, dass die USA und die Ukraine in anderen Bereichen weiter zusammenarbeiten.
Die USA hätten dabei keinerlei Erklärungen dazu gegeben, wer für die derzeitigen Einschränkungen bei der Nutzung des Starlink-Internets und seiner militärischen Version Starshield verantwortlich sei.
Das gleichzeitige Auftreten beider Probleme sei seiner Meinung nach ein bewusster Schritt gewesen, um Druck auf die Ukraine auszuüben.
Die Ukraine verfüge laut dem Präsidentenberater über eigene Daten von Radargeräten, die eine gewisse begrenzte Vorwarnung vor Angriffen ermöglichen, doch derzeit werde die Möglichkeit geprüft, alternative Kommunikationssysteme zu nutzen.
„Im Moment sehen wir, dass sich bei Starlink gewisse Veränderungen abzeichnen, und wir wissen nicht, was der nächste Schritt sein wird. Wir verstehen, dass in der Zukunft Probleme möglich sind. Deshalb suchen wir jetzt eine Alternative zu Starlink – nicht nur für die Flugabwehr oder die Kommunikation an der Front, sondern auch für Zivilisten, denn es ist unklar, was von Starlink in Zukunft zu erwarten ist“, sagte er.
Foto: Serhij Flash/Telegram