Nach russischen Angriffen: öffentlicher Nahverkehr in Kramatorsk und Slowjansk eingestellt

Angesichts der verschärften Sicherheitslage wird der öffentliche Nahverkehr in den Städten Kramatorsk und Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk vorübergehend eingestellt, teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Wadym Filaschkin, auf Telegram, mit.

„Russische Besatzer greifen Zivilisten gezielt an. Ein Bus mit Passagieren ist für sie ein attraktives Angriffsziel, gerade weil man mit einem Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, so Filaschkin.

Russland missachte demnach bewusst alle Regeln der Kriegsführung und Normen des humanitären Völkerrechts. Es wähle Ziele dort aus, „wo es den Zivilisten möglichst viel Schmerzen zufügen kann“, betonte er.

Unter solchen Umständen habe er seinen Worten nach kein Recht, Passagiere und Fahrer einem Lebensrisiko auszusetzten.

Er bitte die Einwohner der beiden Städte um Verständnis. Die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs  ist „ein notwendiger Schritt, der durch das Verhalten des Feindes, für den ziviler Verkehr ein weiteres Mittel ist, um Ukrainer zu töten, diktiert wird“, schreibt Filaschkin.

Wie berichtet, wurden bei einem russischen Gleitbombenangriff auf zwei Linienbusse in Kramatorsk 33 Menschen getötet und 18 weitere verletzt.

Foto. staatlicher Rettungsdienst