Ukraine weiß von mehr als 20.000 nach Russland verschleppten und deportierten ukrainischen Kindern
Die Ukraine hat über 20.000 Fälle illegaler Deportation und Verlegung ukrainischer Kinder durch Russland bestätigt. 2.644 Kinder konnten zurückgeholt werden, teilt das ukrainische Außenministerium nach den Ergebnissen der II. Internationalen Konferenz „Wege zum Frieden“ in Toronto mit.
Auf der von der Ukraine, Kanada und Norwegen organisierten Konferenz legte Ottawa drei prioritäre Richtungen fest: Rückführung ukrainischer Kinder, Zivilpersonen und Kriegsgefangener; Stärkung des Schutzes von Personen, die sich unter russischer Kontrolle befinden, durch Zugang humanitärer Organisationen und Informationsaustausch; Unterstützung ukrainischer Projekte zur Reintegration sowie Heranziehung zur Verantwortung für begangene Verbrechen.
Was ukrainische Kriegsgefangene betrifft, weiß die Ukraine von mehr als 300 Orten, an denen sie festgehalten werden, zu denen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz keinen Zugang hat. Nach Angaben des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte berichteten über 95 Prozent der ukrainischen Kriegsgefangenen, die nach ihrer Freilassung befragt wurden, von Folterungen oder Misshandlungen in russischer Gefangenschaft.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha machte auf systematischen Folterungen und brutale Behandlung von Ukrainern in russischer Gefangenschaft aufmerksam.
„77 Kilo. So viel hat ein ukrainischer Kriegsgefangener allein in fünf Monaten russischer Gefangenschaft verloren. 11 Folterkammern. So viele hat Russland in Cherson und Umgebung in weniger als neun Monaten Besatzung eingerichtet“, so der Minister.
Foto: Außenministerium der Ukraine