Menschenrechtsbeauftragter: Russland hat seit Kriegsbeginn 744 Kinder getötet
Nach Angaben des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten, Dmytro Lubinets, seien seit Beginn der Vollinvasion Russlands 744 ukrainische Kinder getötet worden. Weitere 2363 Kinder gelten als vermisst.
Dies sagte er während eines interaktiven Dialogs mit der Unabhängigen internationalen UN-Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine im Rahmen der 63. Sitzung des UNO- Menschenrechtsrats, wie Ukrinform unter Berufung auf seinen Telegram-Kanal berichtet.
2904 Kinder seien demnach verletzt worden. Es seien zudem 23 Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder dokumentiert worden.
In den besetzten Gebieten der Ukraine könnten sich seinen Angaben zufolge etwa 1,6 Millionen ukrainische Kinder befinden. „Ihnen werden russische Dokumente ausgestellt, sie werden in russischen Familien untergebracht, der Propaganda ausgesetzt und ihrer ukrainischen Identität beraubt“, so Lubinets.
Russland betreibe demzufolge Militarisierung der Kinder. Tausende junger Ukrainer würden zum Wehrdienst eingezogen.
Die Absicht der russischen Führung bestehe seinen Worten zufolge einzig darin, den Krieg gegen die Ukraine mit fremden Händen weiterzuführen und eine neue Generation von Soldaten heranzuziehen.
Lubinets rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich der Internationalen Koalition für die Rückführung ukrainischer Kinder anzuschließen sowie bei der Identifizierung und Rückführung zu helfen.
Wie das Ministerium für Soziales berichete, stellen die USA 27 Millionen Dollar für die Rückkehr und Wiedereingliederung ukrainischer Kinder bereit, die nach Russland oder in russisch besetzte Gebiete verschleppt wurden. 12 Millionen Dollar seien für ein Programm zur Identifizierung, Rückführung und Wiedereingliederung vorgesehen, weitere 15 Millionen Dollar sollen im Laufe des Jahres an eine Durchführungsorganisation fließen.