Selenskyj: im Verhandlungsprozess gibt es keine „Anchorage- Vereinbarungen“ mehr
Die sogenannten "Anchorage-Vereinbarungen", die Forderungen Russlands nach internationaler Anerkennung der russischen Kontrolle über die besetzten ukrainischen Gebiete beinhalteten, seien nicht mehr Gegenstand von Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen mit Vertretern der ukrainischen Gemeinde in den USA während seines Besuchs in New York.
Das US - Verhandlungsteam habe dabei demnach "eine Rolle gespielt".
Doch dass der sogenannte „Geist von Anchorage“ von der Tagesordnung verschwunden sei, sei vor allem den ukrainischen Streitkräften zu verdanken.
„Wir kontrollieren momentan die Situation auf dem Schlachtfeld. Es ist schwer für uns, aber die Russen rücken auch kaum vor, und dort, wo sie Geländegewinne verzeichnen, kosten die Russland sehr viel, und dieser Preis wird in Menschen– in Hunderten, in Tausenden bemessen“, so der Präsident.
Die aktuelle Lage an der Front ermögliche es der Ukraine, nicht auf die Forderungen Russlands einzugehen.
Selenskyj betonte, dass der russische Diktator Putin nach wie vor nicht nur den Donbass, sondern die gesamte Ukraine beanspruche.
„Wir haben keine Illusionen, dass er [Putin] eine Besetzung unseres Staates in dieser oder anderer Form anstrebt, damit die Ukraine Teil seines Staates wird“, so Selenskyj.
Gerade diese Haltung Moskaus mache demnach den Verhandlungsprozess so schwierig.
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