Russland baut die Produktion von Kamikaze - Drohnen massiv aus - Politico
Russland erweitert massiv seine Drohnefabrik in Alabuga in der Teilrepubkik Tatarstan. Wie Politico berichtet, solle die Alabuga-Volokno-Fabrik des russischen Staatsunternehmens Rosatom die Produktion von in der Luftfahrt eingesetzten Carbonfasern bis 2029 um 500 Tonnen pro Jahr steigern.
Das würde nach Einschätzungen von Experten die Produktionskapazität von Geran-2-Drohnen um 78 Prozent auf 64.000 Stück pro Jahr anwachsen lassen. Aktuell produziert Rosatom 36.000 Stück.
Nach Angaben von Politico, sollen neue Fertigungshallen, Lagerflächen sowie Wartunganlagen es Russland ermöglichen, seine Abhängigkeit von chinesischen Importen bei Chemikalien für Kohlefasern, die bei der Drohneproduktion verwendet werden, zu reduzieren.
Satellitenaufnahmen in den Monaten Mai bis Juli zeigen direkt neben dem bestehenden Fabrikgelände Vorbereitungsarbeiten für Neubauten. Konkret soll es sich laut den Politico vorliegenden Dokumenten um eine Fabrik zur Produktion von Polyacrylnitril-Faserbändern (PAN) handeln. Beim gewünschten Endprodukt handle es sich um UMT42S-3K-Carbon, das wiederum in den Geran-Drohnen verarbeitet wird.
Russland will die Produktion von unbemannten Luftfahrzeugen bis 2030 auf 130.000 Stück und bis 2035 gar auf 350.000 Stück pro Jahr anwachsen lassen. Dafür wolle man bis zum Ende des Jahrzehnts eine Million Fachkräfte in der Drohnenproduktion ausbilden.
Wie Serhij Kuzan, Leiter des ukrainischen Zentrums für Sicherheits und Kooperation gegenüber Poltico betonte, stelle der Ausbau von Alabuga eine Gefahr nicht nur für die ukrainische Front dar. Der ermögliche es Russland, große Mengen an Drohnen für einen potentiellen Einsatz gegen westliche Länder zu horten.