Russland stellt Betrieb in Raffinerien von Sysran und Saratow nach Drohnenangriffen ein

Die Ölraffinerien von Rosneft in Sysran und Saratow haben nach ukrainischen Drohnenangriffen im September den Betrieb eingestellt.

Dies meldete Reuters unter Berufung auf Quellen.

Laut Gesprächspartnern der Nachrichtenagentur stellte die Raffinerie in Sysran am Dienstag und die Raffinerie in Saratow am vergangenen Freitag den Betrieb ein.

Bei dem Drohnenangriff wurden mehrere Anlagen der Raffinerie in Sysran beschädigt, darunter die Hauptdestillationsanlage AVT-6 mit einer Kapazität von 17.100 Tonnen Rohöl pro Tag, auf die etwa 71 Prozent der Verarbeitungskapazität des Unternehmens entfallen.

Dennoch könnte die Reparatur der Raffinerie mindestens einen Monat dauern.

Die zweite Rohöldestillationsanlage des Werks, AVT-5, mit einer Kapazität von 7.100 Tonnen pro Tag (29 Prozent der Gesamtkapazität), wurde zum Zeitpunkt des Angriffs am 15. September nach einem vorherigen Drohnenangriff im Juli repariert.

Die Raffinerie in Saratow stellte die Ölverarbeitung am 11. September nach einem weiteren Drohnenangriff ein. Laut Reuters-Quellen hatte das Werk den Betrieb auch am 8. September aufgrund von Anlagenschäden und Bränden infolge eines vorherigen Drohnenangriffs eingestellt und bereitete sich auf die Wiederaufnahme der Verarbeitung am 10./11. September vor.

Die Raffinerie in Saratow stand nach dem Drohnenangriff vom 2. August mehrere Wochen still.

Die Raffinerie Sysran befindet sich in der russischen Region Samara und verfügt über eine nominale Ölverarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen pro Jahr (150.000 Barrel pro Tag).

Die Raffinerie Saratow hat eine Kapazität von 7 Millionen Tonnen pro Jahr (140.000 Barrel pro Tag).

Branchenangaben zufolge verarbeitete die Sysran-Raffinerie im Jahr 2024 4,3 Millionen Tonnen Öl und produzierte 0,8 Millionen Tonnen Benzin, 1,5 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff und 0,7 Millionen Tonnen Heizöl.

Die Saratow-Raffinerie verarbeitete laut Branchenangaben im selben Jahr 5,8 Millionen Tonnen Öl und produzierte 1,2 Millionen Tonnen Benzin, 1,9 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff und 1 Million Tonnen Heizöl.

Foto: Screenshot aus einem Video