Sicherheit der Arktis hängt auch davon ab, ob Russland in der Ukraine aufgehalten werden kann – Estlands Ministerpräsident
Eine Beendigung der russischen Aggression gegen die Ukraine hängt direkt mit der Sicherheit der Arktis und ganz Europas zusammen, da ein entschlossenes Vorgehen gegen Russland die Einheit und die Handlungsbereitschaft der EU und der NATO zeigen wird, sagte der estnische Ministerpräsident Kristen Michal am Rande eines Treffen zur Sicherheit in der Arktis im finnischen Rovaniemi, wie ein Ukrinform - Korrespondent berichtet.
"Russland ist überzeugt, dass es alles mit Gewalt erlangen kann. Daher muss dem mit Stärke und Einigkeit entgegenwirken“, betonte er.
Die zweite Gefahr gehe laut Michal von den Aktivitäten der russischen Schattenflotte aus.
Die bestehe hauptsächlich aus alten und maroden Schiffen, derer Zustand eine Gefahr für die Meeresumwelt und kritische Infrastrukturen darstelle.
Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass die Anrainerstaaten der Ostsee den Schutz der Unterwasserinfrastruktur verstärken mussten, nachdem Unterwasserkabel und Pipelines durch Anker der Schiffe der Schattenflotte beschädigt worden waren.
Eine Erhöhung des Sanktionsdrucks auf Russland und eine Einschränkung des Exports russischer Energieträger würden demnach zur Sicherheit und zum Schutz der Umwelt in der Arktis, der Ostsee und anderen Regionen beitragen.
In einer gemeinsamen Erklärung forderten zwölf Teilnehmer eines EU-Arktis-Gipfels die Europäische Union auf, in der europäischen Arktis eine "strategischere und proaktivere Rolle" einzunehmen. Angesichts der Bestrebungen Moskaus, seinen Einfluss in der Arktis auszubauen, sowie der "Zunahme hybrider Aktivitäten" sei eine Stärkung der Arktispolitik der EU notwendig.
Foto: European Union