Tusk: Geheimdienste Polens und der Ukraine haben Angriff auf einen Grenzübergang vereitelt
Dank der Zusammenarbeit polnischer und ukrainischer Geheimdienste sie heute Nacht eine unmittelbare Gefahr für einen Kontrollpunkt an der Grenze zur Ukraine verhindert worden, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk am Donnerstag in Bratislava während einer gemeinsamen Pressekonferenz der Ministerpräsidenten der Visegrád-Gruppe und Irlands.
Einige Stunden vor dem geplanten Angriff sei er seinen Worten nach direkt vom CIA-Chef vorgewarnt worden.
Dabei betonte er, dass der Schutz der polnischen Grenze zu Belarus und Russland sowie die Bewachung der Grenzübergänge zur Ukraine nicht nur Aufgabe Polens sei, sondern in Verantwortung der gesamten EU liege.
„Polen und ganz Europa müssen auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein, nicht nur hinsichtlich der Lage an der russisch-ukrainischen Front, sondern auch an der Ostflanke der EU“, betonte Tusk.
Russland habe demnach bereits „provokative Angriffe" auf Kontrollpunkte an der Grenze zu Moldau durchgeführt.
Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Starokosatsche an der Grenze zu Moldau wurde infolge eines russischen Drohnenangriffs am Vortag eingestellt. Zwei Menschen wurden getötet und drei weitere verletzt.
Nach Angaben der ukrainischen Grenzschutzbehörde sei dies bereits der fünfte Kontrollpunkt, der von Russland in der letzten Zeit mit Drohnen angegriffen wurde.
Foto: Kanzelaria Prezesa Rady Ministrów