Selenskyj: Russen haben Angriff so geplant, um maximal Schaden anzurichten

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Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf Telegram, dass die Ukraine trotz der guten Ergebnisse beim Abschuss von Marschflugkörpern zusätzliche Abfangraketen zur Abwehr ballistischer Angriffe benötige und kündigte Treffen mit Rüstungspartnern an.

„In Kyjiw und in der Region sowie in vielen anderen Regionen wird seit der Nacht an der Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs gearbeitet. Der Angriff war komplex und wurde von den Russen bewusst so kalkuliert, dass er möglichst viele Menschenleben fordern sollte: ballistische Raketen, Marschflugkörper, Anti-Schiffs-Raketen und reaktive Drohnen Shahed. Es entstanden erhebliche Schäden an Wohnhäusern und anderer ziviler Infrastruktur in der Hauptstadt. Zum jetzigen Stand sind zehn Verletzte bekannt. Alle, die medizinische Hilfe benötigen, werden versorgt. Dreizehn Menschen konnten vom Katastrophenschutz gerettet werden. Leider sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Mein Beileid an Familien und Angehörigen“, schrieb er.

Selenskyj berichtete weiter über Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Region Kyjiw.

„In der Region Odessa – auf einen normalen Markt. Zwei Verletzte in Charkiw. Ein Mehrfamilienhaus ist beschädigt. Am Morgen wurde eine Diesellokomotive des Zuges Kyjiw-Sumy an einem Bahnhof in der Region Sumy angegriffen. Glücklicherweise gab es keine Verletzte. Die Evakuierung der Menschen läuft. Auch in den Regionen Saporischschja und Dnipro gab es Angriffe“, fügte er hinzu.

Der Präsident merkte an, dass die Verteidigungskräfte in der Nacht insgesamt 175 Luftziele abgeschossen hätten, jedoch nicht alle.

„Trotz sehr guter Ergebnisse bei Marschflugkörpern ist die Lage bei ballistischen Raketen besonders schwierig, und wir beweisen unseren Partnern täglich, dass wir Abfangraketen benötigen. Wir haben dies bereits mit den Amerikanern und Europäern besprochen, und es wird weitere Treffen geben, insbesondere heute, mit Vertretern von Staaten und Unternehmen, die uns mit Lieferungen und unserem ballistischen Abwehrsystem FREYJA unterstützen können“, so Selenskyj.

Er dankte den Partnern, die die Luftverteidigungsunterstützung für die Ukraine als Priorität eingestuft haben.

Wie berichtet verübte Russland in der Nacht des 8. September einen weiteren kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt, der in mindestens fünf Stadtbezirken Zerstörungen und Brände verursachte.