Selenskyj: 12 Menschen bei nächtlichem russischem Angriff ums Leben gekommen, darunter ein indischer Staatsbürger

In vielen Städten und Gemeinden dauern Aufräumarbeiten nach einem massiven russischen Angriff in der Nacht auf den 1. September an. Fast 350 Einsatzkräfte sind an der Beseitigung von Folgen der Attacke alleine in Kyjiw und der Hauptstadtregion beteiligt, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook.

"Beim Angriff wurden zahlreiche Kampfdrohnen und ballistische Raketen eingesetzt. Leider wurden Wohnhäuser und zivile Infrastruktur zerstört. In Boryspil wurde ein fünfstöckiges Gebäude beschädigt. Fünfzig Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Alle Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz. Auch Unternehmen standen unter Beschuss. Insgesamt sind in der Stadt vier Menschen ums Leben gekommen, 13 weitere Menschen wurden verletzt“, so Selenskyj. Er drückte den Angehörigen sein Beileid aus. 

Seit gestern Abend griff Russland die Stadt Odessa und die Umgebung mit Gleitbomben und Drohnen an. Tausende Familien seien ohne Strom. 

Die Russen haben laut Selenskyj „demonstrativ“ den Grenzübergang zu Rumänien sowie die Exportinfrastruktur beschädigt. In Kyjiw seien sieben Menschen bei einem Angriff auf ein Bahnbetriebswerk getötet  worden. 

Unter russischem Beschuss standen auch die Regionen Cherson, Donezk, Saporischschja, Charkiw, Tschernihiw, Schytomyr, Sumy und Dnipropetrowsk. „Insgesamt kamen zwölf Menschen ums Leben, darunter ein indischer Staatsbürger. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt“, so der Präsident.

Foto: Präsidialamt