Russland setzte im Juli fünfmal so viele Jet-Drohnen ein, wie im Juni – Sprecher der Luftwaffe

Russland setzte bei seinen Angriffen auf die Ukraine vermehrt auf Jet-Drohnen. Insbesondere im Juli habe das russische Militär fünfmal so viele düsengetriebene Drohnen  gegen die Ukraine gestartet, wie im Juni, sagte Jurij Ihnat, der Sprecher der Luftstreitkräfte, im ukrainischen Fernsehen.

„Auch die Zahl der Banderol-Munition ist im Juli deutlich zugenommen. Die wird oft Marschflugkörper, Rakete oder Drohne  genannt. Die erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h und hat damit bereits Eigenschaften  eines Marschflugkörpers“, so Ihnat.

Die Banderol- Munition ist deutlich günstiger als vergleichbare Waffen und trägt einen kleineren Sprengkopf als ein herkömmlicher Marschflugkörper. Die wird hauptsächlich von Aufklärungsdrohnen des Typs Orion gestartet.

Nach den Worten von Ihnat setze der Feind immer häufiger Düsen-Drohnen ein, weil er wisse, dass diese für unsere Abfangdrohnen, die höchstens 300 km/h erreichen, nicht mehr einholbar seien. Dabei habe Russland die Produktion solcher Drohnen hochgefahren und die werden praktisch direkt von Produktionsstätten an die Armee geliefert.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte haben seit dem Abend des 30. August ihren eigenen Angaben zufolge 96 der 121 Drohnen, mit denen Russland  die Ukraine attackiert hat, abgewehrt.