Russland griff seit Sommerbeginn 21- mal Verlage und Bücherlager in der Ukraine an
Die russische Armee hat seit Sommerbeginn 21 Angriffe auf die ukrainische Buchinfrastruktur durchgeführt. Der dadurch verursachte Schaden werde auf mehr als 1,2 Milliarden Hrywnja geschätzt.
Dies sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin für humanitäre Politik, Tetjana Berezhna, vor Journalisten in Charkiw, wo sie unter anderem das durch einen russischen Angriff zerstörte Lager des Verlags Ranok besuchte. Beim Angriff am 1. August wurden dort mehr als acht Millionen Bücher vernichtet.
„Das Ausmaß der Zerstörung ist kolossal. Allein im Sommer 2026 wurden mehr als 10 Millionen Bücher vernichtet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 1,2 Milliarden Hrywnja“, so Berezhna.
Beim gestrigen russischen Angriff auf das Umland von Kyjiw wurden Lager der Verlage „Osnova“, der Online- Buchhandlungen „Readeat“, „Book.ua“ und anderer zerstört.
Nach den Worten von Berezhna arbeite der Staat in drei Richtungen, um der Buchbranche unter die Arme zu greifen: Beschaffung von Ausrüstung, Wiederherstellung der Nachfrage sowie Unterstützung von Verlagen, Druckereien und Buchhandlungen sowie Einwerbung von Finanzmitteln von internationalen Partnern.
Ein Projekt des Wirtschaftsministeriums sehe zudem Grants für die Beschaffung neuer Ausrüstung in Höhe von 16 Millionen Hrywnja vor.