Agrarminister: Lebensmittellager durch russische Angriffe zu 90 Prozent zerstört, doch der Ukraine droht kein Lebensmittelmangel

"Bis heute sind rund 90 Prozent der vom Einzelhandel betriebenen Lebensmittelversorgungsketten unterbrochen, aber das bedeutet nicht, dass die Ukrainer ohne Lebensmittel dastehen werden“ . sagte der ukrainische Agrarminister Taras Wyssotskyj vor Journalisten in Kyjiw.

Die Logistik werde demzufolge derzeit umgestellt. „Eine Hungerkrise oder ein systemischer Mangel an Lebensmitteln droht der Ukraine nicht“, versicherte er.

In der Situation, wo Russland gezielt Logistikzentren angreife, gebe es keine Alternative für direkte Lieferungen von den Produktionsstätten an die Supermärkte, „auch wenn das deutlich teurer, schwieriger und zeitaufwändiger sei“.

Nur das Sortiment in Lebensmittelläden werde doch etwas eingeschränkt sein. Grundnahrungsmittel würden aber von Lieferengpässen nicht betroffen sein.

In den vergangenen Wochen griff Russland gezielt Lager und Verteilzentren der ukrainischen Supermarktketten „Fora“, „Varus“, „Silpo“ und „NOVUS“ mit ballistischen Raketen und Drohnen an. Dies hatte spürbare Auswirkungen auf die Versorgung der ukrainischen Hauptstadt.