Geheimdienst: Kreml plant Mobilisierung von 600.000 Soldaten in diesem und im kommenden Jahr

Russland bereite eine neue Mobilisierungswelle vor und plane in diesem Jahr 300.000 neue Soldaten und im nächsten Jahr - weitere 300.000 zu rekrutieren, teilt der Pressedienst des ukrainischen Präsidenten unter Berufung auf einen Bericht des Militärgeheimdienstes (HUR) mit. 

Die russische Armee habe die Initiative im Krieg verloren. Die neue Mobilisierungswelle sei demnach eine Reaktion der politischen Führung Russlands auf diese Tatsache sowie ständig wachsende Personalverluste an der Front und eine spürbare Verlangsamung von Rekrutierung neuer Soldaten in den Regionen.

Laut Geheimdienstangaben beliefen sich die russischen Verluste an Personal von Januar bis Juli 2026 auf etwa 240.000 Personen. Gleichzeitig konnten in diesem Zeitraum weniger als 232.000 Personen rekrutiert werden.

Um Personalengpässe an der Front auszugleichen, will Russland zudem weiterhin Häftlinge, darunter auch weibliche, für den Militärdienst rekrurieren.

Die russische Führung bereite auch zahlreiche Maßnahmen vor, die zum Kriegsdienst befohlenen Männern jede Flucht ins Ausland unmöglich machen soll.

In internen russischen Dokumenten werde die Notwendigkeit einer zusätzlichen Mobilisierungswelle durch eine wachsende Unzufriedenheit der Russen mit dem Krieg in den Regionen begründet. Dort seien die Zustimmungswerte auf 69 % gesunken. Damit nehme auch die Zahl derjenigen, die freiwillig einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen wollen, auch ab.