Kirgisistan schließt 19 weitere Unternehmen wegen Umgehung von Russland-Sanktionen
Die kirgisischen Behörden liquidieren 19 weitere Unternehmen, die möglicherweise mit der Umgehung von EU- und US-Sanktionen gegen Russland in Verbindung stehen.
Dies berichtete The Moscow Times, wie Ukrinform meldet.
Das kirgisische Wirtschafts- und Handelsministerium gab bekannt, dass im Rahmen von Maßnahmen zur Reduzierung von Sanktionsrisiken ein Zwangsliquidationsverfahren gegen 19 juristische Personen eingeleitet wird. Die Entscheidung fiel auf einer Sitzung zu Sanktionsfragen unter dem Vorsitz des Sonderbeauftragten des Präsidenten von Kirgisistan für Sonderaufgaben, Bakyt Sidikow.
Insgesamt wurden seit Ende Juni in der Republik rund 40 Unternehmen mit erhöhtem Sanktionsrisiko identifiziert.
Die Nationalbank von Kirgisistan kündigte inzwischen eine verstärkte Aufsicht über Banken, Zahlungsdienstleistungen und andere Dienstleistungen an. Insbesondere hat die staatliche Eldik Bank seit Juli die Geschäftsbeziehungen zu 109 Unternehmen beendet. Rund 20 weitere Unternehmen befinden sich im Schließungsprozess der Konten. Die Bank überwacht weiterhin Kundenzahlungen, um Transaktionen im Zusammenhang mit der Umgehung von Sanktionen zu festzustellen und zu blockieren.
Die staatliche Abank hat die Geschäftsbeziehungen zu rund 35 Unternehmen beendet. Rund 40 weitere Unternehmen werden derzeit geprüft.
Im Mai mussten 50 kirgisische Unternehmen, die im Verdacht stehen, Russland bei der Umgehung westlicher Sanktionen wegen des Einmarsches in die Ukraine geholfen zu haben, ihre Geschäftstätigkeit beenden.