Militärgeheimdienst warnt vor einer neuen russischen Offensive im Norden der Ukraine im Februar 2027
Russland könnte theoretisch eine neue Offensive im Norden der Ukraine im Februar nächsten Jahres starten. Eine gross angelegte Mobilisierung direkt nach den sogenannten Wahlen in Russland würde die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen.
Dies sagte der stellvertretende Leiter des Militärgeheimdienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine, Generalmajor Wadym Skibizkyj, in einem Interview mit RBC-Ukraine.
Laut Skibizkyj könne der Geheimdienst Anzeichen einer Mobilisierung im Voraus erkennen, da es unter den heutigen Bedingungen praktisch unmöglich sei, groß angelegte Mobilisierungsmaßnahmen zu verbergen.
Dabei würden demnach auch die bisherigen Erfahrungen der russischen Armee berücksichtigt. Eine Teilmobilisierung in Russland begann in der zweiten Oktoberhälfte 2022, und bereits im Dezember waren einige vorbereitete Einheiten an der Front gelandet. Die Einheiten, die an Kämpfen teilnehmen konnten, waren bis Januar 2023 einsatzbereit.
Im Falle einer neuen Mobilisierungswelle könnte Russland theoretisch in der Lage sein, bis Februar nächsten Jahres einen mächtigen Stoßtrupp zu bilden. „Damit ist es nicht ausgeschlossen, dass die russische Militärführung eine solche Operation im Februar mit Rücksicht auf Putins Vorliebe für symbolische Daten starten könnte“, so Skibizkyj.
Dabei merkte er an, dass derzeit weder eine erforderliche Truppenstärke noch andere Anzeichen von einer Bereitschaft Russlands zu einer erneuen Offensive im Gebiet Kyjiw oder Tschernihiw festgestellt werden.