Schweiz stellt 730.000 USD für Restaurierung des Kyjiwer Höhlenklosters bereit
Die Schweiz wird rund 730.000 US-Dollar für die Erhaltung und Restaurierung des Kyjiwer Höhlenklosters bereitstellen, dessen Mariä-Entschlafens-Kathedrale vor zwei Monaten bei einem russischen Angriff beschädigt wurde.
Wie Ukrinform berichtet, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha darüber im sozialen Netzwerk X.
„Ich begrüße die Entscheidung der Schweiz, rund 730.000 US-Dollar für die Erhaltung des Kyjiwer Höhlenklosters, eines UNESCO-Weltkulturerbes und eines der wichtigsten spirituellen und kulturellen Denkmäler der Ukraine, bereitzustellen“, betonte Sybiha.
Laut dem Minister ist diese Unterstützung gerade heute von besonderer Bedeutung. Schließlich hatte Moskau zwei Monate vor dem 975. Jahrestag des Klosters dieses jahrhundertealte Heiligtum gezielt angegriffen.
I welcome Switzerland’s decision to contribute around $730,000 to the preservation of the Kyiv-Pechersk Lavra, a UNESCO World Heritage Site and one of Ukraine’s most important spiritual and cultural landmarks.
— Andrii Sybiha 🇺🇦 (@andrii_sybiha) August 16, 2026
This support carries particular significance today. Just two months… https://t.co/AIzchcumhD
„Während die Russische Föderation versucht, das Kulturerbe der Ukraine zu zerstören und unsere Identität auszulöschen, stehen unsere Partner uns zur Seite, um es für zukünftige Generationen zu schützen und zu bewahren“, fügte Sybiha hinzu.
Früher hatte der Delegierte des Schweizer Bundesrats für die Ukraine, Jacques Gerbet, angekündigt, dass die Schweiz über die UNESCO 600.000 Franken (ca. 730.000 US-Dollar – Anm. d. Red.) für den Schutz und die Restaurierung des Heiligtums bereitstellen wird.
„Ich bin der Schweiz für diesen spürbaren Ausdruck der Solidarität und dem Delegierten des Schweizer Bundesrats für die Ukraine, Jacques Gerbet, dankbar, dass er sich uns anlässlich dieses wichtigen Jahrestages in Kyjiw angeschlossen hat. Gemeinsam schützen wir das Erbe der Ukraine und einen unschätzbaren Teil des kulturellen Erbes Europas und der Welt“, stellte Sybiha fest.
Wie berichtet traf in der Nacht des 15. Juni eine russische Kampfdrohne den Altarraum der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kyjiwer Höhlenklosters. Infolge des Einschlags brach ein Großbrand aus. Etwa 80 Prozent der Dachdeckung und der Holzkonstruktion der Kuppel brannten nieder, die Kuppeln, Mauern und Fenster der Kathedrale wurden beschädigt.
Die Schweiz, Griechenland und Japan haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Restaurierung der Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale nach dem russischen Angriff zu beteiligen.