UNO: Höchststand an zivilen Opfern in der Ukraine in einem Monat seit Mai 2022
Im Juli seien mindestens 437 Zivilisten in der Ukraine getötet und mindestens 2610 verletzt worden, heißt es in einem Bericht der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine.
Das entspreche einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 70 Prozent im Vergleich zum Juli 2025.
Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt besonders hart getroffen.- im vergangenem Monat seien in Kyjiw mindestens 54 Zivilisten getötet und 202 weitere verletzt worden.
Der Anstieg der zivilen Opfer sei auf verstärkte russische Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugköpern zurückzuführen. Im Juli habe Russland mindestens 429 Raketen auf die Ukraine abgefeuert - doppelt so viel wie im Juni. Viele davon seien in Kyjiw eingeschlagen.
Laut der Chefin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission, Danielle Bell, sei die Zahl der Toten und Verletzten in der Ukraine seit Jahresbeginn monatlich gestiegen.
„Die Zahl der zivilen Todesopfer im Juli ist die höchste, die seit Mai 2022 verzeichnet wurde", so Bell.
Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 38 Prozent der Opfer zurück (183 Tote und 967 Verletzte), meist in Städten fernab der Front. In den frontnahen Städten und Gemeinden seien Gleitbomben und Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 mindestens
16. 874 Zivilisten, darunter 820 Kinder getötet und 51. 273 weitere, darunter 3126 Kinder, verletzt.