Ukraine sucht nach alternativen Exportwegen über polnische Häfen
Wegen systematischer russischer Angriffe auf Hafeninfrastruktur in den Gebieten Odessa und Mykolajiw sucht die Ukraine nach alternativen Wegen, um ihre Agrarprodukte zu exportieren, insbesondere über Land und Schiene oder Häfen der europäischen Länder, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Taras Wyssotskyj während eines Treffens mit Vertretern der Botschaft der Republik Polen in der Ukraine.
Nach den Worten des stellvertretenden Ministers Denys Baschlyk sei das Hauptziel - die Lieferungen über den humanitären Seekorridor wiederaufzunehmen. Als alternative Exportrouten würden demnach die Häfen von Gdansk, Stettin, Świnoujście und Gdynia in Polen in Erwägung gezogen.
Infolge der fast 180 russischen Angriffe auf die Hafeninfrastruktur ist der Export über die Seehäfen im Großraum Odessa praktisch zum Erliegen gekommen. Über die drei Tiefseehäfen liefen mehr als 90 Prozent der Agrarexporte.