Landwirtschaftsminister: Agrarsektor der Ukraine kann durch russische Angriffe bis 3 Milliarden Dollar verlieren

Verluste für den ukrainischen Agrarsektor könnten sich durch russische Angriffe auf die Hafeninfrastruktur von Odessa in diesem Jahr auf 1,5 bis drei Milliarden Dollar belaufen, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj bei einem Treffen mit dem Botschafter Spaniens in der Ukraine, Ricardo Lopez-Aranda Jagu.

Der Seeweg sei für die ukrainischen Getreideexporten von kritischer Bedeutung, denn circa 80 Prozent von Getreide und Ölpflanzen über die Schwarzmeer- Häfen ausgeführt werden. Keine alernative Route könne demnach den Export auf dem Seeweg ersetzen. Zudem würde dies den Agrariern zusätzlich 50 bis 70 Euro pro Tonne kosten, so Wyssozkyj.

Der Minister wies auch auf Risiken für die Erntekampagne und Lagerung der neuen Ernte hin. Das Defizit der Lagerkapazitäten könne im Herbst 11 Millionen Tonnen betragen.

Wähend des Treffens wurden der Ausbau von Kooperation zwischen der Ukraine und Spanien im Landwirtschaftsbereich, Unterstützung für alternative logistische Routen, Koordination mit den europäischen Partnern zur Milderung der Folgen der russischen Aggression besprochen.

Im Juli 2026 hat die Ukraine 3,67 Millionen Tonnen Agrarprodukte exportiert, was  23,4% weniger , als im Vorjahreszeitraum ist.