Reuters: Raffinerie in Omsk setzt nach ukrainischem Drohnenangriff Betrieb aus
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie im russischen Omsk sei der Betrieb zum Erliegen gekommen, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Branchenvertreter berichtet.
Nach Angaben der informierten Quellen sei durch den Angriff eine Verarbeitungsanlage AVT- 10 beschädigt worden, die für 38 Prozent der Kapazität des Werks stehe. Die könne 24. 580 Tonnen Rohöl täglich verarbeiten. Zudem seien einzelne Elemente einer weiteten primären Verarbeitungsanlage beschädigt worden, die 37 Prozent der Gesamtkapazität des Werks ausmacht.
Die ukrainischen Streirkäfte haben erstmals die Ölraffinerie in Omsk angegriffen und damit ihr bislang weitest entferntes Ziel seit Beginn des Krieges getroffen. Die Anlage liegt rund 2500 Kilometer von ukrainischem Gebiet entfernt.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei die Raffinerie mit „modernisierten Firepoint-Drohnen“ angegriffen worden.
Die Raffinerie in Omsk, die als größte in Russland gilt, hat im Jahr 2024 22 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Die Anlage stellt 5 Millionen Tonnen Berzin und 8 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff im Jahr her.