Syrskyj: es sei zu früh, von einem qualitativen Wendepunkt im Krieg zu sprechen
Die russische Armee weist Anzeichen von Erschöpfung auf, behalte aber ein deutliches Angriffspotential, schreibt der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Olexandr Syrskyj, auf Facebook.
Die ukrainischen Streitkräfte würden demzufolge große Verluste der russischen Armee zufügen, die feindliche Logistik und kritische Infrastruktur, insbesondere der Ölbranche, welche die russische Kriegsmaschine am Leben halte, konsequent zerstören. Jedoch sei es aus der Sicht des Armeechefs noch zu früh, von einem qualitativen Wendepunkt im Krieg zu sprechen.
„Der Feind stockt seine Armee auf, setzt massive Angriffe auf das Territorium der Ukraine fort, steigert Waffenproduktion sowie bereitet sich darauf vor, Initiative zu ergreifen und Offensiven auf neuen Frontabschnitten zu starten“, so Syrskyj.
Die Ukraine müsse in dieser Situation proaktiv handeln. Eine der Prioritäten sei demnach die Ausbildung der Soldaten. In dieser Hinsicht sei die ukrainische Armee der russischen überlegen, wovon sowohl das Frontgeschehen, als auch große Verluste des Feindes zeugen würden.
Jedoch versuche Russland, so Syrskyj, dies durch eine zahlenmäßige Überlegenheit zu kompensieren und plane, die Frontlinie, die bereits mehr als 1250 Kilometer betrage, weiter auszudehnen.
Foto: Präsidialamt