Berater des Verteidigungsministers sieht Taktikänderung bei russischen Drohnenangriffen
Russland ändert seine Taktik beim Drohneneinsatz, indem es von benzinbetriebenen auf reaktive Drohnen umsteigt, schreibt ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, Serhij „Flesh“ Beskrestnow, auf Facebook.
Dieses Szenario sei demnach bereits vor einem Jahr vorhergesagt worden.
„Als wir begonnen haben, 92 bis 96 Prozent von benzinbetriebenen Drohnen abzuschießen, erwies sich derer Einsatz als zwecklos. Deswegen setzt der Feind bei seinen Angriffen im Hinterland immer öfter reaktive „Shahed“- Drohnen ein. Derer Zahl steigt nur“, betonte er.
Zugleich setze Russland benzinbetriebene „Shahed“- Drohnen bei seinen Angriffen auf die grenznahen Gebiete und Gemeinden aktiv ein. Täglich würden bis 200 Drohnen, die mit sogenannten „Mesh“-Modemen ausgestattet sind, gegen Tankstellen, Lager, Energieanlagen sowie öffentlichen Verkehr in der Ukraine gestartet.
Das „Mesh“-Netzwerk ermöglicht es dem russischen Militär, den Datenaustausch und die Kontrolle über große Entfernungen hinweg aufrechtzuerhalten.
Russland steigere laut Beskrestnow derzeit die Serienproduktion reaktiver Drohnen. Dabei gehe der Feind von der Taktik wahlloser massiver Angriffe zu punktuellen Schlägen über. Es würden wichtige Ziele ausgesucht, Luftaufklärung in mehreren Etappen durchgeführt sowie Routen für Drohnen in verschieden Höhen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten mit Rücksicht auf ukrainische Flugabwehrstellungen gelegt.