Finnlands Präsident will keine Vermittlerrolle bei Friedensgesprächen übernehmen
Finnlands Präsident Alexander Stubb ist überzeugt, dass ein Dialog mit dem Kremlchef Putin notwendig ist, will aber nicht als Chefunterhändler bei Verhandlungen zu einer Beendigung des Ukraine – Krieges auftreten. Europa solle demnach durch eine Gruppe aus den drei führenden Ländern vertreten werden, berichtet das estnische Nachrichtenportal ERR.
„Ich sehe mich persönlich nicht als Vertreter in dieser Frage. Ich glaube, diese Rolle sollten große Spieler wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien übernehmen“, so Stubb.
Solche Länder wie Finnland und Norwegen könnten demzufolge die Verhandlungen hinter den Kulissen vorantreiben.
Dabei spricht sich Finnlands Präsident für direkte Gespräche Europas mit Russland aus.
„Derzeit sind wir in einer Situaion, wo die Ukraine sich in einer stärkeren militärischen, wirtschaftlichen und politischen Position befindet. Deswegen meine ich, dass Europa die russische Führung, um genauer zu sein, den Präsidenten Putin zu diplomatischen Verhandlungen kontaktieren sollte“, betonte Stubb.
Zuvor hatte der Chef des Ausschusses der Werchowna Rada für auswärtige Angelegenheiten, Olexandr Merezhko, Finnlands Präsidenten als Europas Vertreter bei den Friedensgesprächen vorgeschlagen.
Foto: Präsidialamt