Russland hat seit Beginn der Invasion über 700 Kinder in der Ukraine getötet – Selenskyj

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Am Internationalen Tag der unschuldigen Kinder – Opfer von Aggression – betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram, dass Russland für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden müsse.

„Seit Beginn der groß angelegten Invasion hat Russland mindestens 707 junge Ukrainer getötet. Jeder Tod bedeutet, dass einem Kind die Zukunft geraubt wurde. Russland muss für diese Verbrechen die Verantwortung tragen“, erklärte er.

Selenskyj fügte hinzu, dass der 4. Juni der Internationale Tag der unschuldigen Kinder – Opfer von Aggression – sei. An diesem Tag wird der Kinder gedacht, die vom Krieg und Gewalt betroffen wurden.

Die Ukraine ehrt am 4. Juni das Andenken der Kinder, die infolge der bewaffneten Aggression Russlands gegen die Ukraine ums Leben kamen. Der Gedenktag wurde 2021 durch eine Resolution der Werchowna Rada der Ukraine festgesetzt.

Russische Truppen haben zum Stand vom 04. Juni 2026 nach offiziellen Angaben des Amts der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine schon 705 Kinder in der Ukraine getötet und 2.537 verletzt.

Diese Angaben sind nicht endgültig, da daran gearbeitet wird, sie an Orten aktiver Kampfhandlungen und in vorläufig vom Feind besetzten und befreiten Gebieten zu prüfen.

Tägliche Bomben- und Raketenangriffe und Beschießungen der russischen Armee führten zur Beschädigung von zahlreichen Bildungseinrichtungen. Viele von ihnen wurden komplett zerstört. Am schlimmsten ist die Lage in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw, Mykolajiw, Sumy, Kyjiw, Cherson, Schytomyr, Saporischschja, Tschernihiw.

Beschädigt sind auch zahlreiche Einrichtungen für Kinder: Krankenhäuser, Musikschulen, Sport- und Rehabilitationseinrichtungen, Jugendzentren, Bibliotheken.

Das Büro des Generalstaatsanwalts erinnert daran, dass Informationen über Kriegsverbrechen gegen Kinder gemeldet werden können: warcrimes.gov.ua und per Telefon: +380961004438, +380683235856. Mehr Informationen unter: childrenofwar.gov.ua. Das Beratungszentrum des Beauftragten der Werchowna Rada der Ukraine für Menschenrechte: 0800-50-17-20 (für Anrufe innerhalb der Ukraine), 044-299-74-08 (für Anrufe aus dem Ausland).

Das Gesundheitsministerium sammelt Informationen über Kinder, die während des Krieges mit Russland verletzt wurden. Die gesammelten Daten werden an das Büro des Präsidenten und einen speziellen Fonds übermittelt, der Eltern oder Erziehungsberechtigten finanzielle Unterstützung für die Behandlung oder Rehabilitation des Kindes leisten wird.

Am 24. Februar 2022 erklärte der russische Präsident Wladimir Putin eine umfassende Invasion in die Ukraine, eine sogenannte „Spezialmilitäroperation“. In der Ukraine wurde der Verteidigungszustand verhängt und die allgemeine Mobilisierung ausgerufen. Russische Truppen beschießen und zerstören seither wichtige Objekte der kritischen Infrastruktur, befeuern massiv die Wohngebiete ukrainischer Städte und Gemeinden mit Artillerie, Raketenwerfern, ballistischen Raketen und anderen tödlichen Waffen. Das Land wehrt sich heldenhaft gegen die Eindringlinge und unternimmt Gegenoffensiven.

Russland hat Teile der Regionen Donezk, Luhank, Saporischschja und Cherson vorläufig besetzt.

Die Europäische Union (EU), die USA und andere Länder haben harte Sanktionen gegen das Aggressor-Land verhängt.