Krieg gegen Ukraine: Russische Armee setzt im Mai 237 chemische Kampfstoffe ein
Im Mai wurden 237 Fälle registriert, dass die russischen Truppen auf dem Schlachtfeld 237 Mal gefährliche chemische Kampfstoffe eingesetzt hätten.
Das sagte Maksym Krawtschuk, Sprecher der Unterstützungskräfte der ukrainischen Streitkräfte, meldet Ukrinform.
Dem Sprecher zufolge setze der Gegner Gasgranaten des Typs K-51 und RG-Vo sowie selbstgebaute Munition ein, die mit den Substanzen CS und CN gefüllt ist. Sie werden hauptsächlich von Drohnen abgeworfen.
Die Strahlen-, Chemie- und Biowaffenabwehrtruppen der Unterstützungskräfte erfassen alle Fälle des Einsatzes gefährlicher chemischer Stoffe. Die entnommenen Proben werden zur kriminaltechnischen Untersuchung weitergeleitet, betonte Krawtschuk.
Er machte deutlich, dass gemäß dem Übereinkommen über das Verbot chemischer Waffen der Einsatz solcher Stoffe als Mittel der Kriegsführung verboten ist. Die Substanzen CS und CN dürfen in Friedenszeiten von den Polizisten ausschließlich zur Bekämpfung von Massenunruhen unter strengen Auflagen eingesetzt werden. Ihr Einsatz unter Kampfbedingungen ist jedoch unzulässig.
Obwohl diese Stoffe nicht zu den tödlichen Kampfstoffen zählen, stellen sie dennoch eine Gefahr dar: Sie verursachen starke Reizungen der Augen und der Atemwege, Tränenfluss, Husten, Atemnot, Orientierungslosigkeit und vorübergehende Kampfunfähigkeit.
Insgesamt seien seit Beginn der groß angelegten Invasion mehr als 13.500 Fälle des Einsatzes gefährlicher Chemikalien gegen die Verteidigungskräfte registriert worden, sagte Krawtschuk.
Fotos: Unterstützungskräfte der ukrainischen Streitkräfte