Russlands größtes Ölterminal im Baltikum in St. Petersburg in Flammen
In der Nacht zum Mittwoch, dem 3. Juni, griffen Drohnen in St. Petersburg Russlands größtes Ölterminal im Baltikum und ein Militärwerk in der Region Tambow an.
Dies entnimmt man The Moscow Times, meldet Ukrinform.
Im Stadtbezirk Kirowskij von St. Petersburg geriet das St. Petersburger Ölterminal, Russlands größter Ölumschlagkomplex im Baltikum, infolge des Angriffs in Brand. Es hat eine Umschlagkapazität von 12,5 Millionen Tonnen pro Jahr und umfasst 21 Tanks zur Lagerung von Ölprodukten. Das Unternehmen ist von strategischer Bedeutung für die Sicherheit Russlands.
Der Angriff auf das Terminal erfolgte am Eröffnungstag des Internationalen Wirtschaftsforums St. Petersburg, das vom 3. bis 6. Juni stattfindet. Wladimir Putin soll dort eine Rede halten. Der Veranstaltungsort liegt 17 km vom angegriffenen Ölterminal entfernt.
Das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine postete ein Video, das St. Petersburg im schwarzen Rauch zeigt, wo Kremlchef Wladimir Putin auf einem internationalen Wirtschaftsforum sprechen wird.
Die Videos wurden vom Leiter des Zentrums, Andrij Kowalenko, auf Telegram veröffentlicht.
„St. Petersburg, Putins Heimatstadt“, schrieb er.
Der Leiter des Zentrums veröffentlichte auch ein weiteres Video mit dem Kommentar: „Noch Aufnahmen aus St. Petersburg. Dort findet heute ein internationales Wirtschaftsforum statt, auf dem Putin eine Rede halten wird.“
„Die Wirtschaft brennt vor Augen“, fügte Kowalenko hinzu.
Außerdem berichtete Astra, dass in der Nacht in Mitschurinsk in der Region Tambow das Werk „Progres“, das Ausrüstung für Luftfahrt- und Raketenleitsysteme herstellt, von Drohnen angegriffen wurde und nun in Flammen steht. Dieses Unternehmen wurde bereits im Februar dieses Jahres, im Juni 2025 und im Dezember 2024 angegriffen.
Laut Angaben der Hauptverwaltung für Militärnachrichtendienst (HUR) produziert „Progres“ Sensoren zum Testen und zur Kontrolle der Raketensysteme Ch-101. Das Werk stellt außerdem Gyromotoren für die Raketen Ch-59M2 und Ch-59M2A, Ausrüstung für Gas- und Ölpipelines sowie elektrische Geräte her.
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