Russen töten einen und verletzen acht Zivilisten in Region Donezk
Am 31. Mai töteten russische Besatzungstruppen in der Region Donezk einen Zivilisten, teilte der Leiter der Donezker Militärverwaltung Wadym Filaschkin auf Telegram mit, berichtet Ukrinform.
„Russland tötet Zivilisten! Am 31. Mai haben die Russen einen Zivilisten in der Region Donezk getötet: in Druschkiwka. Acht weitere Zivilisten sind verletzt worden: 1 – in Druschkiwka, 3 – in Slowjansk, 3 – in Oleksijewo-Druschkiwka und 1 – in Mykolajiwka“, teilte der Gebietsgouverneur mit.
Wie Wadym Filaschkin weiter feststellte, es sei derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar sind in der Region Donezk 4.092 Menschen getötet und 9.540 verletzt worden.
Weiter berichtete die Hauptverwaltung der Nationalpolizei in der Region Donezk, dass die russischen Besatzer die Frontlinie und Ortschaften in der Region Donezk in den vergangenen 24 Stunden 1040 Mal beschossen hätten.
Laut Bericht standen acht Ortschaften unter Beschuss: die Städte Biloserske, Druschkiwka, Kramatorsk, Mykolajiwka und Slowjansk, die Dörfer Oleksijewo-Druschkiwka, Dobropillja und Majaky.
Laut Polizei wurden 43 zivile Objekte zerstört, darunter 25 Wohnhäuser.
Die Polizei gab an, dass die Russen Druschkiwka mit drei FPV-Drohnen angegriffen hätten. Dabei sei ein Zivilist getötet, ein weiterer verletzt und ein Wohnhaus beschädigt worden.
Die Eindringlinge attackierten Slowjansk mit sechs Drohnen verschiedener Typen und verletzten dabei zwei Personen, darunter einen 2018 geborenen Jungen. Der Feind beschädigte fünf Privathäuser, ein Einkaufszentrum, eine Filiale eines Expressdienstes, eine Tankstelle, eine Infrastruktureinrichtung, einen Bus und zwei Pkw.
In Mykolajiwka wurde eine Person verletzt, ein Wohnhaus und 16 Privathäuser wurden beschädigt.
In Oleksijewo-Druschkiwka wurden drei Personen verletzt und ein Pkw beschädigt.
Gegen Kramatorsk setzten russische Besatzungstruppen vier Drohnen verschiedener Typen ein und beschädigten ein Mehrfamilienhaus, eine Infrastruktureinrichtung und fünf Pkw.
In Biloserske wurde ein Mehrfamilienhaus beschädigt.
Darüber hinaus beschossen die Russen in der vergangenen Nacht Slowjansk – ein 2012 geborenes Mädchen wurde verletzt.
Die Polizei leitete gemeinsam mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) ein Strafverfahren gemäß Artikel 438 (Kriegsverbrechen) des Strafgesetzbuches der Ukraine ein.
Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 13.05.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.371.000 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 208.000 und rund 47.300 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben 154.000 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, 8.800 von ihnen sind Kinder.
In der Region Donezk (es sind 20 Gemeinden) befinden sich derzeit noch 18.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, darunter sechs Kinder.
Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.
Die Stadt Pokrowsk ist derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein.