Menschenrechtsbeauftragter: Russland hat 406 ukrainische Gefangene zu Tode gefoltert

Die Russische Föderation hat 406 Staatsbürger der Ukraine, die einen nachgewiesenen Kriegsgefangenenstatus hatten, zu Tode gefoltert, sagte der ukrainische   Menschenrechtsbeauftragte, Dmytro Lubinets, vor Journalisten nach der Präsentation des Projektes ”Made in Russia. Delivered to Captivity” in Kyjiw.   

Am häufigsten würden demnach Fälle festgestellt, wo durch Folterungen gebrochene Rippen oder beschädigte innere Organe den Tod der Gefangenen verursachten. Es handele sich insbesondere um die unterlassene Hilfeleistung nach den Folterungen.   

Nach Angaben ukrainischer Behörden seien zudem 2112 Personen durch russische Gerichte verurteilt worden.  

„Das ist ein weiteres Kriegsverbrechen, das von Russland verübt wird, wenn ukrainische Kriegsgefangene aufgrund gesetzeswidriger Urteile zu 20, 23, 25 Jahren Haft oder lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt werden, betonte er.

Lubinets zufolge wende Russland 695 Arten von Folterungen in Bezug auf ukrainische Kriegsgefangene an - darunter physische und psychologische Folter, sexuelle Gewalt.