Region Donezk am vergangenen Tag 1095 Mal beschossen
Die russischen Besatzer beschossen die Frontlinie und Ortschaften in der Region Donezk in den vergangenen 24 Stunden 1095 Mal. 20 zivile Objekte, zehn davon Wohnhäuser, wurden dabei zerstört, ließ die Regionalpolizei auf Telegram mitteilten.
Laut Bericht standen neun Ortschaften unter Beschuss: die Städte Dobropillja, Druschkiwka, Kramatorsk, Mykolajiwka und Slowjansk, die Dörfer Oleksijewo-Druschkiwka, Jasnohirka, Myrne und Prywillja.
Insbesondere griffen die Russen Slowjansk mit drei Drohnen an, wobei zwei Zivilisten verletzt und ein Privathaus, ein Geschäft und ein Autoturm beschädigt wurden.
Druschkiwka wurde von vier feindlichen FPV-Drohnen angegriffen, eine Person wurde verletzt. Zwei Mehrfamilienhäuser und ein Auto wurden beschädigt.
Laut der regionalen Polizei wurde in Dobropillja eine Person verletzt und ein Mehrfamilienhaus beschädigt.
In Kramatorsk beschädigten Drohnenangriffe ein Mehrfamilienhaus, ein Krankenhaus, ein Geschäft und ein Pkw.
In Mykolajiwka wurden vier Mehrfamilienhäuser zerstört, in Myrne - ein Privathaus und in Jasnohirka - eine Garage.
Außerdem warf der Feind heute Nacht drei gelenkte Fliegerbomben auf Druschkiwka ab, zwei Häuser wurden dabei beschädigt. Auch Slowjansk wurde beschossen, wo zwei Privathäuser und ein Pkw beschädigt wurden, sowie Myrne. Über Opferzahlen liegen keine Informationen vor.
Laut Wadym Filaschkin, Leiter der Donezker Militärverwaltung, sei es derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar 2022 sind in der Region Donezk 4.068 Menschen getötet und 9.432 verletzt worden.
„Russland tötet Zivilisten! Am 17. Mai haben die Russen vier Zivilisten in der Region Donezk verletzt: 2 – in Slowjansk, 1 – in Dobropillja und 1 - Druschkiwka“, teilte der Gebietsgouverneur mit.
Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.
Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 13.05.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.371.000 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 208.000 und rund 47.300 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben 154.000 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, 8.800 von ihnen sind Kinder.
In der Region Donezk (es sind 20 Gemeinden) befinden sich derzeit noch 18.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, darunter sechs Kinder.
Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.
Die Stadt Pokrowsk ist derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein.
Foto: Polizei der Oblast Donezk