Ukraine schlägt Änderungen der IAEA - Sicherheitsstandards mit Rücksicht auf Kriegshandlungen vor

Fachleute der ukrainischen Energiebehörde Energoatom schlagen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vor,  Änderungen in den Regelungen des Übereinkommens über nukleare Sicherheit vorzunehmen sowie einen internationalen Mechanismus zum Schutz ziviler nuklearer Anlagen unter Kriegsbedingungen zu schaffen, teilt der Pressedienst von Energoatom mit.

Die ukrainische Energiebehörde habe demnach bereits ihre Vorschläge zu einem Arbeitsdokument im Rahmen einer Überprüfungskonferenz des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) vorgelegt, hieß es.  

Die derzeit geltenden IAEA - Regelungen würden demzufolge keine Szenarien des Reagierens auf eine bewaffnete Besetzung nuklearer Anlagen vorsehen. In diesem Kontext sei die Erfahrung der Ukraine von kritischer Bedeutung für eine Revision der internationalen Architektur der nuklearen Sicherheit und solle deswegen in neuen Regelungen berücksichtigt werden, wird in der Mitteilung  betont. 

Die internationale Atomenergiebehörde wurde von erhöhten Aktivitäten von Drohnen in der Nähe der ukrainischen Kernkraftwerke informiert. Am 13. und 14. Mai wurden insbesondere nahe der Kernkraftwerke Piwdennoukrainsk, Tschernobyl und Riwne mehr als 160 UAVs gesichtet.

Foto: iaea.org