Menschenrechtsbeauftragter: 2134 nach Russland verschleppte Kinder in die Ukraine zurückgeholt
Im Rahmen der Initiative „Bring Kids Back UA“ sind 2134 von Russland verschleppte Kinder in die Ukraine zurückgeholt worden, schreibt der Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets bei Telegram.
Unter russischer Besetzung oder auf Territorium Russland blieben aber noch Tausend ukrainische Kinder, hieß es.
Die internationale Koalition für die Rückführung ukrainischer Kinder vereinigt bereits 49 Staaten und internationale Organisationen. Vor kurzen sind die Schweiz und Zypern der Koalition, die von der Ukraine und Kanada im Februar 2024 ins Leben gerufen wurde, beigetreten.
Lubinets habe seinen Worten nach 126 Treffen mit den internationalen Partnern im vergangenen Jahr durchgeführt.
„Bei jedem solchen Treffen betone ich immer wieder, dass Russland auf keine Argumente hört, sondern nur auf die Stärke reagiert. Deswegen sollen die Sanktionen verschärft und der Druck erhöht werden. Ich bin dankbar jedem Land, welches Schritte zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit unternimmt“, so der Menschenrechtsbeauftragte.
Er erinnerte daran, dass einige Länder Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Verschleppung ukrainischer Kinder verhängt haben. Insbesondere Kanada sanktionierte 23 Einzelpersonen und 5 sogenannte „Umerziehungslager“ in Russland. Die EU setzte auf ihre Sanktionsliste 16 natürliche und 7 juristische Personen, Großbritannien- 63 natürliche та 22 juristische Personen, darunter diejenigen, die unmittelbar für illegale „Adoptionen“ ukrainischer Kinder verantwortlich sind.
In Brüssel fand ein Treffen der Koalition statt, wo konkrete Entscheidungen getroffen wurden, insbesondere über die Finanzierung von Maßnahmen zur Identifizierung, Rückführung und Rehabilitation ukrainischer Kinder und Jugendlicher, die gewaltsam umgesiedelt oder deportiert wurden, sowie zur Stärkung von Monitoring - Mechanismen.
Seit 2022 wurden nach Behördenangaben mehr als 19.500 Kinder gewaltsam deportiert - ein Kriegsverbrechen, zu dem der IStGH bereits ermittelt.
Foto: Bring Kids Back UA