Zum ersten Mal seit drei Jahren wendet sich Initiative im Krieg zugunsten der Ukraine – The Economist

Zum ersten Mal seit fast drei Jahren des russisch-ukrainischen Krieges hat sich die Initiative zugunsten der Ukraine gewendet.

Wie Ukrinform berichtet, schreibt The Economist darüber.

Zum ersten Mal seit fast drei Jahren scheine sich die Initiative im Krieg zugunsten der Ukraine gewendet zu haben. Nachdem die Ukraine einen harten Winter überstanden habe, in dem ihre Städte und ihr Stromnetz fast jede Nacht massivem Beschuss mit russischen Drohnen und Raketen ausgesetzt waren, verändere sie nun die Lage. Sie drehe Russland immer höhere Ausgaben bei allen Indikatoren auf, heißt es in dem Artikel.

Es wird angemerkt, dass Russlands erwartete Frühjahrsoffensive nicht nur gescheitert sei, sondern dass die russischen Streitkräfte im April zum ersten Mal seit August 2024 einen reinen Gebietsverlust erlitten hätten.

Das Institute for the Study of War (ISW) listete kürzlich die Faktoren auf, die zu den Erfolgen der Ukraine beigetragen haben: Bodenangriffe und Mittelstreckenangriffe ukrainischer Streitkräfte; das Ende der illegalen Nutzung von Starlink-Terminals durch Russland in der Ukraine; die paranoide Einschränkung des Onlinedienstes Telegram durch den Kreml in Russland.

Laut Berechnungen der Ausgabe, die auf Karten des ISW basieren, hat Russland in den letzten 30 Tagen die Kontrolle über 113 Quadratkilometer Land verloren.

Außerdem übersteigen die Verluste russischer Soldaten, die mittlerweile 35.000 pro Monat erreichen, die Rekrutierungsrate Russlands für den Krieg.

Auch weiter von der Frontlinien erleidet Russland zunehmend Verluste durch ukrainische Mittelstreckendrohnen (mit einer Reichweite von 50 bis 300 km).

Zu Russlands militärischen Misserfolgen auf dem Schlachtfeld kommt die Zunahme von Umfang, Reichweite und Intensität ukrainischer Angriffe tief im russischen Territorium hinzu.

Im März übertraf die Ukraine die Russische Föderation erstmals in der Anzahl der Angriffe mit Langstreckendrohnen. In Russland werden regelmäßig wirtschaftliche und militärische Ziele in fast 2.000 km Entfernung von der ukrainischen Grenze angegriffen.