Mitarbeiter des AKW Saporischschja durch russischen Drohnenangriff getötet
Durch den Einschlag einer russischen Drohne auf dem Gelände des Kernkraftwerks Saporischschja ist ein Fahrer getötet worden, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) unter Berufung auf die von Russland eingesetzte Leitung der Anlage auf X mit.
„Die IAEA wurde von der Leitung des Kernkraftwerks Saporischschja darüber informiert, dass durch einen Drohnenangriff heute Morgen ein Fahrer ums Leben gekommen ist, der sich in der Nähe der Betriebsgelände der Anlage befand“, hieß es.
Der IAEA-Chef Rafael Grossi betonte auf der Unzulässigkeit der Angriffe nahe des Kernkraftwerkes.
Gestern kam es zudem zu einem erneuten Blackout am AKW Saporischschja, nachdem die 330-Kilowatt-Leitung „Ferrosplavna“ ausgefallen war, wie der staatliche Betreiber Enerhoatom mitteilte. Innerhalb von anderthalb Stunden wurde die Anlage mithilfe 19 dieselbetriebener Notstromgeneratoren am Laufen gehalten.
.Dies sei bereits der 15. Blackout seit der russischen Besetzung des Kernkraftwerks im Jahr 2022. Jeder solcher Vorfall erhöhe wesentlich Risken für die nukleare Sicherheit nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Europa, hieß es.
„Die Rückkehr der Anlage unter die vollständige Kontrolle der Ukraine und dessen legitimen Betreibers Enerhoatom ist die einzige Garantie für den sicheren Betrieb des größten Atomkraftwerkes in Europa“, wird in der Stellungnahme betont.