Russland bereitet neue Frühjahrs- und Sommeroffensive im Südosten der Ukraine vor – Vizechef der Hauptverwaltung für Aufklärung
Russland bereite einen neuen Bodenangriff im Südosten der Ukraine vor und strebe an, bis September den gesamten Donbass zu erobern.
Das sagte der stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Wadym Skibizkyj, in einem Interview mit Reuters, meldet Ukrinform.
Ihm zufolge verstärke die russische Armee Angriffe mit ballistischen Raketen auf die ukrainischen Städte.
Moskau produziere monatlich etwa 60 „Iskander“-Raketen und habe die Zahl der Abschussrampen erhöht, während es der Ukraine an modernen Luftabwehrsystemen wie amerikanischen Patriot-Komplexen mangle, um das gesamte Land zu schützen, so Skibizkyj.
Ihm zufolge wurde kritische Infrastruktur, insbesondere Energieanlagen, durch die Luftangriffe der Russischen Föderation im Winter schwer beschädigt und bleibe angesichts der weiteren Verfeinerung der Angriffstaktiken Moskaus äußerst anfällig.
„Russland bereitet einen neuen Bodenangriff im Südosten der Ukraine vor und setzt dabei seine strategischen Reserven ein, um seine Truppen im Land um 20.000 neue Soldaten aufzustocken. Mit derzeit rund 680.000 Soldaten vor Ort strebt Russland an, bis September den gesamten Donbass zu erobern“, erklärte der Vizechef der Hauptverwaltung für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf eine Einschätzung des Militärnachrichtendienstes, die der FT vorliegt“, heißt es in dem Interview.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte früher, Putin müsse für eine vollständige Besetzung des Donbass das Leben von 300.000 bis 1 Million Menschen opfern. Die Ukraine werde ihre Truppen nicht aus dieser Region abziehen, bekräftigte Selenskyj.