Auswärtiges Amt zu russischem Schiff mit gestohlenem Getreide in Israel: man verfolge die Situation und bleibe im Kontakt mit Israel

Das Auswärtige Amt der Ukraine verfolge aufmerksam die Situation um das russische Schiff „ABINSK“ mit Getreide von den vorübergehend besetzten ukrainischen  Gebieten, das im Hafen von Haifa anlegte sowie bleibe diesbezüglich im ständigen Kontakt mit Israel, heißt es in einer Stellungnahme der Außenbehörde.   

Die ukrainische Seite habe demzufolge noch am 23. April ihre israelischen Partner über das Schiff "ABINSK" und dessen mutmaßlich von den besetzten Gebieten stammende Ladung informiert. Man habe insbesondere auf der Unzulässigkeit von Import solcher Güter betont. Die  israelischen  Behörden hätten zugesichert, darauf entsprechend zu reagieren, hieß es. 

Gleichzeitig sei es „besorgniserregend“, dass trotz der gewährten Informationen und der Kontakte zwischen  den Ländern es dem Schiff erlaubt  wurde, das Getreide im Hafen Haifa zu entladen.  

Laut dem ukrainischen Auswärtigen Amt gehöre das Schiff der sogenannten Schattenflotte Russlands, welche der Aggressorstaat für illegalen Ausfuhr,Transport und Vertrieb von gestohlenem ukrainischem Getreide, und schließlich zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine nutze.

Aufgrund eines  Antrags der Staatsanwaltschaft und einer richterlichen Entscheidung über die Festnahme des Schiffes habe die Ukraine eine entsprechen Anfrage an Israel gerichtet. 

Kyjiw erwarte von Israel entsprechende Schritte in Rahmen eines Strafverfahrens- nähmlich eine Beschlagnahmung von Getreide, damit solche Situationen in Zukunft vermieden werden könnten, hieß es weiter. 

Laut dem Nachrichtenportal Dialog soll die „ABINSK“ vor dem Anlegen in Haifa mehr als 43.000 Tonnen Weizen an Bord gehabt haben.