Kreml hat mindestens drei Szenarien für Krieg gegen die Ukraine - Zentrum zur Bekämpfung von Desinformationen
Der Kreml entwickelt derzeit drei Szenarien für den Ukraine- Krieg: Fortführung der Kampfhandlungen, Einfrieren des Konflikts und Ausweitung der Aggression gegen die NATO, schreibt der Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformationen, Andrij Kowalenko, auf Telegram.
Eines der Szenarien sehe demzufolge die Fortführung des Krieges bis 2028 vor.
„Derzeit setzen die Russen auf diesjährige Offensive im Frühjahr und Sommer. Das Szenario eines Krieges bis 2028 ist aber ohne Mobilisierung in Russland unrealistisch“, so Kowalenko.
Ein zweites Szenario sehe das „Driften“ zu einem Waffenstillstand und Einfrieren der Kampfhandlungen vor. Dazu werde in Russland an einem Narrativ gearbeitet, Putin sei über die Lage an der Front schlecht informiert gewesen und der Krieg sei in die Sackgasse wegen der Generäle, die ihn mit falschen Informationen versorgt hätten, geraten.
Ein drittes Szenario sehre laut Kowalenko eine Fortführung des Krieges gegen die Ukraine mit einem gleichzeitigen Übergang zu einem hybriden Konflikt mit der NATO ab 2028 vor.
Dabei könne es sich insbesondere um aggressive Handlungen gegen Baltikum- Länder handeln. Vor diesem Hintergrund werde in Russland über einen Gesetzentwurf diskutiert, welcher unter anderem den Einsatz der russische Armee in anderen Ländern zum Schutz russischer Staatsbürger erlaube.
In dem Fall könne der Kreml Drohnenangriffe und den Einsatz kleinerer Sabotagegruppen in Erwägung ziehen. Ein mögliches Ziel der Russen könnten außerdem Rüstungswerke in den NATO- Mitgliedstaaten sein, betonte Kowalenko.