Erneuter Stromausfall am AKW Saporischschja
Am 14. April war die externe Stromversorgung des Kernkraftwerkes Saporischschja für anderthalb Stunden unterbrochen worden, teilte der Pressedienst des Betreibers Enerhoatom mit.
Später sei die Anlage wieder an das Stromnetz angebunden worden.
„Durch stümperhafte Handlungen der Angreifer auf dem besetzten Territorium sind am Atomkraftwerk 19 Dieselgeneratoren automatisch gestartet. Nach anderthalb Stunden wurde die externe Stromversorgung wiederhergestellt“, hieß es.
Der Betrieb des größten Atomkraftwerkes in Europa unter der Kontrolle der russischen Besatzer stelle systematisch eine Bedrohung für die gesamte europäische Region dar. Seit Beginn der Besatzung sei dies bereits der 13. Blackout am AKW, hieß es.
„Das Kernkraftwerk soll möglichst bald unter Kontrolle der Ukraine und dessen legitimen Betreibers zurückkehren. Nur so kann das schlimmste Szenario für den gesamten europäischen Kontinent vermieden werden“, betont der Enerhoatom.
Der Strombedarf der Anlage werde derzeit über die einzige verbleibende 330-Kilowatt-Leitung „Ferrosplavna“ sichergestellt. Die 750-kV-Hauptleitung „Dniprowska“ sei seit dem 24. März außer Betreib.
Die Anlage wird seit März 2022 von der russischen Armee besetzt. Dort ist russisches Militär und schweres Militärgerät stationiert. Die sechs Reaktoren des Akw deshalb abgeschaltet, aber die Anlage braucht weiterhin Elektrizität für ihre Kühl- und Sicherheitssysteme.