Ukraine und Deutschland beschließen Kooperation bei Verteidigung und Wiederaufbau

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in Berlin den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz für die ersten Regierungskonsultationen beider Länder seit 2004 getroffen.

Bei dem Treffen wurden zwei Abkommen zur verstärkten Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich und zu Hilfen für den Wiederaufbau unterzeichnet.  

Der Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein ukrainischer Kollege Mychajlo Fedorow unterezichneten  Vereinbarungen zur Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung. Zu Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung finanziert Deutschland der Ukraine nach Angaben des Verteidigungsministeriums "mehrere hundert Patriot-Raketen“. Mit mit der Firma Diehl Defence wurde zudem die Lieferung weiterer Startgeräte für IRIS-T-Luftabwehrsysteme vereinbart, ebenfalls von Deutschland finanziert.

Der ukrainische Präsident betonte, dass Deutschland "Partner Nummer eins" bei der Verteidigung seines Landes sei.

Laut Selenskyj  wollen die Ukraine und Deutschland auch gemeinsam an der Verteidigung Europas arbeiten. "Es geht um Mittel der modernen Verteidigung", sagte er.

Darüber hinaus wurde eine Vereinbarung über einen Austausch von digitalen Gefechtsdaten zur Entwicklung neuer Waffensysteme unterschrieben. 

Die Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan und der ukrainische Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksi Sobolew, unterschrieben ein Abkommen über den Wiederaufbau der Ukraine.

Sobolew betonte, es gehe dabei nicht nur um den Wiederaufbau, sondern auch um Modernisierung, den Aufbau neuer Produktionsstätten und die Integration in die europäischen Märkte.