Russen ziehen in die Front Militärpersonal aus strategischen Reserven ein – Selenskyj

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte heute vor Journalisten, die Russen verstärkten ihre Truppenpräsenz in der Ukraine durch den Einsatz von Militärpersonal aus der strategischen Reserve.

„Im Allgemeinen beobachten wir eine interessante Situation: In einem Monat vernichten wir so viele Besatzer, wie sie mobilisieren, gleichzeitig wächst aber ihre Truppenstärke in der Ukraine. Wir gehen davon aus, dass sie ihre Truppenstärke durch die Einbeziehung von Militärpersonal aus der strategischen Reserve erhöhen“, so Selenskyj.

Er merkte an, er habe dieses Thema mit dem Oberbefehlshaber und dem Chef des Generalstabs besprochen.

„Wir halten das für einen riskanten Schritt für die Russen, da sie dadurch ihre Grenzen zu anderen Staaten schwächen, und die Lage dort ist für sie nicht einfach. Dennoch haben sie diesen Schritt gewagt“, merkte der ukrainische Präsident fest.

Laut Selenskyj bleibt das Hauptziel der Russen gegenwärtig unverändert: die Einnahme von Druschkiwka, Kostjantyniwka und Pokrowsk bis Ende April.

„Das ist unmöglich, aber es ist nicht das erste Mal, dass sie sich eine Frist setzen, und jetzt haben sie sich selbst einen solchen Maßstab gesetzt“, sagte Selenskyj.

Wie berichtet hatte Wolodymyr Selenskyj zuvor mitgeteilt, dass die russischen Truppen vom 1. Januar bis zum 26. März dieses Jahres 89.000 Tote und Schwerverletzte an der Front zu beklagen hatten.

Foto: Präsidialamt