Drohnen attackieren russische Regionen Leningrad und Nischni Nowgorod: Raffinerie in Brand, Ölpipeline beschädigt
In Primorsk (Region Leningrad) wurde am 5. April ein Abschnitt einer Ölpipeline in Hafennähe durch einen Drohnenangriff beschädigt.
Dies meldete der russische Dienst BBC, berichtet Ukrinform.
Der Gouverneur der Region Leningrad, Aleksandr Drosdenko, gab am Sonntagmorgen den mutmaßlichen Abschuss von 19 Drohnen bekannt. Laut seinen Angaben wurde ein Abschnitt der Ölpipeline nahe dem Hafen von Primorsk durch Trümmer beschädigt, und es findet ein „sicheres Abbrennen der blockierten Pipeline“ statt.
Auch in der Region Nischni Nowgorod wurden Ölanlagen von Drohnen getroffen. Gouverneur Gleb Nikitin zufolge wurden mutmaßlich 30 Drohnen über dem Industriegebiet des Bezirks Kstowski abgeschossen. Durch herabgefallene Trümmer brach in zwei Anlagen des Unternehmens Lukoil-Nischni Nowgorodnefteorgsintez ein Feuer aus. Das Heizkraftwerk Nowogorkiwsk und mehrere Wohnhäuser wurden ebenfalls beschädigt. Einige Häuser bleiben ohne Strom.
Der Telegram-Kanal Exilenova+ veröffentlichte Fotos und Videos des brennenden Industriegebiets der Raffinerie Kstow.
Wie berichtet, griffen die ukrainischen Verteidigungskräfte am 23. März das Ölterminal „Transneft – Hafen Primorsk“ in der Region Leningrad sowie die Raffinerie „Baschneft-Ufaneftechim“ in Ufa an.
Am 27. März wurden die Häfen Ust-Luga und Primorsk in der Region Leningrad erneut von Drohnen attackiert.
Laut Reuters wurden im März durch ukrainische Drohnenangriffe mindestens 40 Prozent der Ölreservoirs im Hafen von Primorsk beschädigt.
Russische Raffinerien suchen nach alternativen Exportrouten für Treibstoff, da die russischen Ölexportzentren in Ust-Luga und Primorsk an der Ostsee aufgrund der Drohnenangriffe seit zwei Wochen keine Fracht mehr abfertigen können.