Vierter Jahrestag der Befreiung der Region Kyjiw
Heute vor vier Jahren hat die ukrainische Armee die Region Kyjiw von den russischen Truppen vollständig befreit.
Dies war ein strategischer Sieg, der die russischen Pläne, Kyjiw „innerhalb von drei bis fünf Tagen“ einzunehmen, und die Ukraine zu einer Kapitulation zu zwingen, endgültig durchkreuzt hat.
Die Kämpfe um die Hauptstadtregion begannen mit der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022. Die russische Führung setzte auf eine kurzfristige Eroberung der Flughäfen in Hostomel und Wassylkiw. Doch Soldaten der Nationalgarde und der regulären Streitkräfte konnten den Ansturm der russischen Luftlandetruppen aufhalten. Später wurden die Russen bei einem Gegenangriff zurückgedrängt.
Russische Truppen bewegten sich aus Belarus und nahmen in den ersten Tagen 15 Gemeinden in den Rayons Wyschhorod, Butscha und Browary ein. Nach etwa fünf Wochen heftiger Kämpfe haben ukrainische Truppen russische Einheiten zu einem Rückzug aus der Region Kyjiw gezwungen.
Die russische Besatzung wurde durch einen systemischen Terror gegen die Zivilbevölkerung begleitet. Nach dem Abzug der Russen wurden in Butscha, Borodjanka und Irpin Massengräber mit Hunderten Zivilisten entdeckt. Nach Behördenangaben wurden in der Region Kyjiw mehr als 1600 Zivilistinnen und Zivilisten getötet, die meisten von ihnen wurden erschossen oder zu Tode gefoltert. Russische Truppen hinterließen Verwüstung in ukrainischen Städten und Dörfern.