Russland greift zu neuen Tricks zur Anwerbung von Migranten für den Kriegseinsatz

Moskau hat einen neuen Mechanismus zu einer Zwangsrekrutierung von Ausländern in die russische Armee erarbeitet, ohne sie direkt anzuwerben, teilt der ukrainische Auslandsgeheimdienst auf Telegram mit.

Der Kreml nehme vor allem Migranten ohne Staatsbürgschaft ins Visier. „Da die meisten Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas offiziell gegen die Anwerbung ihrer Bürger in die russische Armee auftreten, hat Moskau einen Umweg gefunden- es werden künstlich solche Bedingungen geschaffen, die einen Aufenthalt im Land ohne russischen Pass praktisch unmöglich macht“, heißt es im Geheimdienstbericht.     

Als einzige Option werde ein Vertrag mit dem Verteidigungsministerium angeboten, welcher automatisch den Weg zur Erlangung einer Staatsbrgerschfate ebne. 

Laut den Angaben des russischen Innenministeriums wurden im Jahr 2024 mehr als 157.000 Ausländer, die gegen das Migrationsgesetz verstoßen haben sollen, abgeschoben worden- das sind 45.000 mehr als im Vorjahr.  

2025 sei diese Zahl auf 72.000 gesunken. Die Erklärung dafür sei laut dem russischen Innenminister Kolokoltsew einfach: „Wir hätten um das Zehnfache mehr Migranten abschieben können, aber es fehlt die Finanzierung dazu. Diejenigen, die nicht abgeschoben werden, können bald eine Alternative bekommen- an die Front gehen“. 

Dabei habe das Ministerium Gesetzesänderungen vorbereitet, die den Behörden deutlich mehr Möglichkeiten bieten, den Druck auf die Ausländer zu erhöhen.