Ortschaften in Region Donezk über 1.600 Mal an einem Tag beschossen

Das russische Militär beschoss die Frontlinie und neun Siedlungen in der Region Donezk in den vergangenen 24 Stunden 1.630 Mal, teilte die Hauptverwaltung der Nationalpolizei in der Region Donezk mit.

„Am 23. März feuerte Russland 1.630 Mal entlang der Frontlinie und auf das Wohngebiet der Region. Neun Siedlungen sind beschossen worden: die Städte Kramatorsk, Mykolajiwka, Swjatohirsk und Slowjansk sowie die Dörfer Malotaraniwka, Oleksandriwka, Rajhorodok, Dobropillja und Oleksandriwka“, heißt es in dem Bericht.

Laut Polizei wurden 15 zivile Objekte zerstört, darunter acht Wohnhäuser.

Es wird berichtet, dass die Russen zwei Angriffe auf Mykolajiwka verübt haben, bei denen drei Mehrfamilienhäuser, zwei Privathäuser und ein Pkw beschädigt wurden.

In Slowjansk schlug eine Drohne in der Nähe eines Mehrfamilienhauses ein; es gab keine Verletzten oder Sachschäden.

In Kramatorsk wurden durch Drohnenangriffe Pkw beschädigt.

In Swjatohirsk wurde ein Privathaus beschädigt, in Rajhorodok - die Infrastruktur.

Die Polizei leitete gemeinsam mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) ein Strafverfahren gemäß Artikel 438 (Kriegsverbrechen) des ukrainischen Strafgesetzbuches ein.

Laut Wadym Filaschkin, Leiter der Donezker Militärverwaltung, es sei derzeit unmöglich, die genaue Zahl der Opfer in Mariupol und Wolnowacha festzustellen. Seit Beginn der Invasion der russischen Armee in der Ukraine am 24. Februar 2022 sind in der Region Donezk 4.005 Menschen getötet und 9.081 verletzt worden.

Wie berichtet steht die Region Donezk unter ständigem Beschuss russischer Besatzungstruppen, der Aggressor tötet und verletzt Bürger und zerstört Häuser, Betriebe sowie Energie-, Gas- und andere Infrastruktureinrichtungen. In der Region gibt es schon lange keine Gasversorgung und in vielen Siedlungen keine Wasserversorgung. Der Feind versucht, die ukrainische Verteidigung in mehreren Richtungen zu durchbrechen. Die Region Donezk weist mit rund 300 km die längste Frontlinie auf.

Seit Beginn der groß angelegten Invasion, einer sogenannten „Spezialmilitäroperation“ wurden nach aktualisierten Angaben (Stand 11.03.2026) aus dem Teil der Oblast Donezk, das von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird, und aus unter Beschuss stehenden Teilen der Region Donezk in sichere Orte mehr als 1.341.500 Gebietseinwohner evakuiert und die Menschen werden jeden Tag weiter evakuiert. Davon beträgt die Gesamtzahl der evakuierten Kinder mehr als 205.000 und rund 47.300 sind Menschen mit Behinderungen. Derzeit bleiben 180.700 Zivilisten in der von den ukrainischen Behörden kontrollierten Region, 11.224 von ihnen sind Kinder.

In der Region Donezk befinden sich derzeit noch 28.000 Zivilisten im Gebiet aktiver Kampfhandlungen, darunter 108 Kinder.

Seit Dezember 2023 haben die russischen Invasoren noch mehr den Beschuss der Ortschaften der Region Donezk verstärkt, weshalb die obligatorische Evakuierung (Beginn am 02. August 2022) der Bevölkerung in der Region fortgesetzt wurde. Mit Stand von Anfang Juni 2024 lebten noch etwa 472.000 Einwohner in der Region Donezk. Zum Stand vom 23. April 2025 befanden sich schon 281.500 Zivilisten im unbesetzten Teil der Region Donezk.

Die Stadt Pokrowsk ist derzeit schwer umkämpft. Die Russen dringen in kleinen Gruppen in die Stadt ein.