Europarat verhängt Sanktionen gegen neun Personen, die für das Massaker in Bucha verantwortlich sind

„Im Zusammenhang mit dem vierten Jahrestag des Massakers von Bucha, das zwischen Februar und März 2022 stattfand, hat der Europarat heute restriktive Maßnahmen gegen neun Personen eingeführt, die eine Schlüsselrolle in den Ereignissen gespielt haben und daher für Handlungen verantwortlich sind, die die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen“, hieß es in einer Mitteilung des Pressedienstes des Europarates.

Auf der Sanktionsliste steht unter anderem der Generaloberst Aleksandr Tschajko, der Ex- Kommandeur des östlichen Militärbezirks und der Oberbefehlshaber der russischen Truppen in der Ukraine zum Zeitpunkt ihres Einmarsches in den Kyjiwer Vorort Butscha.

Sanktioniert werden auch andere hochrangige Militärangehörige, denen Gräueltaten in Butscha, Hostomel, Irpin und Borodianka vorgeworfen werden. Die sollen den Befehl zur Ermordung von Hunderten Zivilisten, teilweise durch brutale Hinrichtungen gegeben haben. Die unter ihrem Kommando stehenden Truppen waren auch an Plünderungen und Folterungen beteiligt.

Eine der aufgelisteten Personen hat ein  Kind aus der von Russland besetzten Oblast Donezk adoptiert, das illegal nach Russland verschleppt wurde.

„Ihre Handlungen stellen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen dar“, hieß es.

Von den restriktiven Maßnahmen im Zusammenhang mit der russischen Aggression sind derzeit rund 2.600 Personen und Einrichtungen betroffen.  

Wie der französische Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Noël Barrot erklärte, seien zudem Sanktionen gegen vier russische Propagandisten verhängt worden, darunter gegen den russischstämmigen Franzosen Adrien Bocquet,. der für die Rekrutierung ausländischer Söldner für den Krieg in der Keine , die Rechtfertigung russischer Kriegsverbrechen und Desinformationskampagnen in Europa und Afrika verantwortlich ist.