Russische Besatzungsbehörden verurteilen eine 68-Jährige zu 11 Jahren Haft wegen „Spenden an die ukrainische Armee“

Eine 68-jährige Einwohnerin der russisch besetzten Region Saporischschja Halyna Bachtar ist durch die Besatzungsbehörden wegen angeblicher Geldüberweisungen für die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte zu 11 Jahren Haft verurteilt worden, teilt der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte, Dmytro Lubinets, auf Telegram mit.

Er bezieht sich dabei auf entsprechende Medienberichte.  

Die Geschichte von Halyna Bachtar sei demzufolge ein weiteres Bespiel einer systemischen Verfolgung ziviler Ukrainer:innen auf den vorübergehend besetzten Territorien.  

„Wenn eine ältere Frau zum Ziel der repressiven Maschine gemacht wird, handelt es sich nicht um „Rechtsprechung“, sondern um den Terror gegen die Zivilbevölkerung. Die sogenannten „Gerichte“, die von der  Besatzungsmacht gebildet wurden, verfügen über keine Legitimität und sind nicht berechtigt, Urteile gegen Bürger der Ukraine zu fällen“, betonte Lybinets.

 „Leider ist es kein Einzelfall. Russland verfolgt systemisch Ukrainer in besetzten Gebieten, verschleppt und foltert sie“, so der Menschenrechtsbeauftragte.

Er habe Schreiben an das Internationale Rote Kreuz sowie an die russische Menschenrechtsbeauftragte gerichtet.

Lubinets machte die ausländischen  Partner auf die grobe Verletzung des Genfer Abkommens  über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten durch Russland aufmerksam.

Foto: АрміяInform