Energieminister: 12% vom täglichen Strombedarf werden derzeit durch Stromimporte abgedeckt

Stromimporte aus Europa decken derzeit 12 % (circa 1 Gigawatt) vom täglichen Strombedarf in der Ukraine ab, sagte der Energieminister, Denys Schmyhal, bei einer Fragestunde in der Werchowna Rada.  

In einem Teil der Regionen seien demzufolge Notfallstromabschaltungen aufgehoben worden. Dort, wo es noch ein Stromdefizit vorliege, seien die Stromsperren gekürzt worden. 

Stromimporte liegen derzeit bei 12%, was erlaube, Stromlücken zu Spitzenlastzeiten zu schließen.    

Man habe bereits mit den Vorbereitungen auf den kommenden Winter begonnen - bisher sei es gelungen, 3,5 Gigawatt an Stromerzeugungskapazität wiederherzustellen, nachdem diese durch russische Luftangriffe beschädigt worden waren. Weitere 2 GW könnten bis Ende Mai wiederhergestellt werden. Die Ukraine könne dazu abgeschriebene Ausrüstung aus den europäischen Ländern bekommen.   

An mehr als 210 Energieanlagen liefen Arbeiten zum Ausbau einer zweiten Schutzstufe – des sogenannten „passiven Schutzes“, so Schmyhal.

Bei der ersten Stufe handele es sich um physische Barrieren, welche die Anlagen vor herabstürzenden Drohnenteilen und indirekten Einschlägen schützen sollen. Solche Maßnahmen seien laut dem Minister an allen prioritären Energieobjekten durchgeführt worden

Foto: Präsidialamt