In Ukraine seit Beginn des Krieges mit Russland 688 Kinder getötet, 2.392 verletzt – Lubinez

In der Ukraine sind seit Beginn der russischen Invasion 688 Kinder umgekommen, 2.392 Kinder wurden verletzt, und es wurden mindestens 23 Fälle von sexueller Gewalt registriert.

Wie Ukrinform berichtet, gab das der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada der Ukraine, Dmytro Lubinez, nach einem Dialog mit dem Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte auf Telegram bekannt.

„Ich habe direkt gesagt: Seit 2014 tötet, verstümmelt und deportiert Russland ukrainische Kinder. Allein seit Beginn der umfassenden Invasion sind 688 Kinder getötet, 2.392 verletzt und mindestens 23 Fälle sexueller Gewalt dokumentiert worden. 4.505 Bildungseinrichtungen und 2.551 medizinische Einrichtungen sind beschädigt oder zerstört worden“, betonte der Ombudsmann.

Und es gebe noch eine Tatsache, die die Welt nicht ignorieren dürfe, merkte Lubinez an: Es seien Hunderte von Orten bekannt, an die Russland ukrainische Kinder deportiere und wo sie einer ideologischen Umerziehung und Militarisierung unterzogen werden. Dies sei ein direkter Beweis für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Beauftragte der Werchowna Rada forderte zu konkreten Maßnahmen auf: zur Rückholung der deportierten Kinder beizutragen, Informationen über ihren Aufenthaltsort von Russland zu erhalten und die Täter vor Gericht zu bringen.

Laut Lubinez müssen Russlands Handlungen als Völkermord am ukrainischen Volk anerkannt werden. Das wird der Beweis dafür sein, dass die Welt bereit ist, die Dinge beim Namen zu nennen. Im Herbst findet in Kanada eine internationale Konferenz zur Rückholung verschleppter ukrainischer Kinder statt.

Russische Besatzungstruppen haben zum Stand vom 26. November 2025 nach offiziellen Angaben des Amts der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine schon 688 Kinder in der Ukraine getötet und 2.392 verletzt.

Diese Angaben sind nicht endgültig, da daran gearbeitet wird, sie an Orten aktiver Kampfhandlungen und in vorläufig vom Feind besetzten und befreiten Gebieten zu prüfen.

Wie berichtet befinden sich nach Schätzungen ukrainischer Menschenrechtsaktivisten bis zu 1,6 Millionen ukrainische Kinder unter russischer Kontrolle. Sie wurden entweder in die Russische Föderation verschleppt oder sind gezwungen, in vorläufig besetzten Gebieten zu leben.

Tägliche Bomben- und Raketenangriffe und Beschießungen der russischen Armee führten zur Beschädigung von zahlreichen Bildungseinrichtungen. Viele von ihnen wurden komplett zerstört. Am schlimmsten ist die Lage in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk, Charkiw, Mykolajiw, Sumy, Kyjiw, Cherson, Schytomyr, Saporischschja, Tschernihiw.

Beschädigt sind auch zahlreiche Einrichtungen für Kinder: Krankenhäuser, Musikschulen, Sport- und Rehabilitationseinrichtungen, Jugendzentren, Bibliotheken.

Das Büro des Generalstaatsanwalts erinnert daran, dass Informationen über Kriegsverbrechen gegen Kinder gemeldet werden können: warcrimes.gov.ua und per Telefon: +380961004438, +380683235856. Mehr Informationen unter: childrenofwar.gov.ua. Das Beratungszentrum des Beauftragten der Werchowna Rada der Ukraine für Menschenrechte: 0800-50-17-20 (für Anrufe innerhalb der Ukraine), 044-299-74-08 (für Anrufe aus dem Ausland).

Das Gesundheitsministerium sammelt Informationen über Kinder, die während des Krieges mit Russland verletzt wurden. Die gesammelten Daten werden an das Büro des Präsidenten und einen speziellen Fonds übermittelt, der Eltern oder Erziehungsberechtigten finanzielle Unterstützung für die Behandlung oder Rehabilitation des Kindes leisten wird.